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Wieder einmal Prämienerhöhung auf Kosten der Jungen
Leserbrief vom 26. September 2010
Alle Jahre wieder kommt im Herbst der grosse Aufschrei, nachdem die Erhöhungen der Krankenkassenprämien bekannt werden. Letztes Jahr 9%, dieses Jahr 11% nächstes Jahr wohl 10% usw. Man könnte meinen, dass sich die Bevölkerung langsam daran gewöhnen wird. Und tatsächlich, nach dem kurzen Aufschrei, werden die Krankenkassenprämien Monat für Monat gezahlt und das System überlebt ein weiteres Jahr.
Die Mentalität geht heute bei vielen Leuten so weit, dass man gerne kurz einen Arzt aufsucht, den immerhin zahlt man jedes Jahr höhere Krankenkassenprämien und da will man ja auch etwas davon haben. Immerhin geht der Nachbar ja auch häufiger zum Arzt als auch schon. Einen Teufelskreis leider, denn je mehr Personen sich an diesem Spielchen beteiligen, desto stärker steigen die Prämien. Und die Grundversicherung, welche ursprünglich lebensnotwendige Behandlungen sicherstellen sollte, ist heute eine Fundgrube welche ihresgleichen sucht. Über Komplementärmedizin, Brillengläser hinzu Fitness Abos wird heute bereits bezahlt. Verständlich also, dass die Prämien immer weiter steigen und auch verständlich, dass deshalb immer mehr Prämienverbilligungen ausbezahlt werden. Immer mehr Menschen zahlen deshalb eigentlich keine Prämien mehr, sondern finanzieren die Krankenkasse über die erhaltenen Zuschüsse. Dies verstärkt den Effekt, dass sich niemand so richtig sorgen um die stark steigenden Krankenkassenprämien macht und ein Sparanreiz fast vollständig fehlt.
Unverständlich deshalb für mich, wieso gerade junge Menschen und Personen mit hoher Franchise (und somit Personen, welche bereit sind einen höheren Selbstkostenanteil zu tragen) die letzten Jahre immer die höchsten Aufschläge zu verdauen hatten. Selbstverantwortung wird heutzutage leider bestraft und jeder Sparanreiz vernichtet. Dies wird langfristig das Problem der hohen Krankenkassenprämien nicht lösen, eher verstärken. Schade eigentlich…
David Huber, Wilen
Präsident Jungfreisinnige Schwyz


