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Der Neidgesellschaft keine Plattform bieten
Leserbrief vom 17. November 2010
Liest man Ihren Kommentar, kann man nur hoffen, dass es Ihnen nicht so schlecht geht, wie es den Anschein macht. Ihr Rundumschlag gegen Gutverdienende lässt gar die SP vor Neid erblassen. Gewiss gibt es Abzocker, welche unverständlich hohe Saläre beziehen; diese sind aber zum Glück in der Minderheit.
Das Schlagwort „Abzocker“ für all jene zu verwenden, welche mehr als 250‘000.- verdienen geht dann aber doch ein wenig zu weit. Die grosse Mehrheit der Gutverdienende hat viel Zeit und Fleiss in Ihre Ausbildung gesteckt, arbeitet überdurchschnittlich viel und trägt grosse Verantwortung in Unternehmen, oft gar ihr eigenes Unternehmen. Das ganze Vermögen wurde in die Firma gesteckt wurde und entsprechend ein hohes Risiko eingegangen.
Ob es ungerecht ist, wenn diese Personen mehr verdienen als Sie, mag ich bezweifeln. Dass Sie sich daran stören, wenn Kinder mehr Geld auf ihrem Bankkonto haben, als Sie, bringt mich schon fast zum Schmunzeln. Ich wusste, dass die Neidgesellschaft weit vorgeschritten ist, dass man sogar auf die kleinen Kinder neidisch ist, war mir neu. Liebe Frau Hiestand, ob diese Kinder glücklicher sind als andere ist keineswegs gewiss, und wie sie wohl wissen, kann man seine Eltern nicht aussuchen. Lassen sie also diese Kinder Kinder sein. Diese Kinder haben Ihnen nichts weggenommen. Im Gegenteil, sie vergessen, dass die Gutverdienenden überproportional hohe Steuern auf Ihrem Einkommen bezahlen. Wenn 20% der Personen 80% der Steuern zahlen, möchte ich nicht auf diese Steuereinnahmen verzichten, denn der Griff in die Steuertasche des Mittelstandes wäre sehr tief. Während Sie träumen, ist dies für die Meisten mehr ein Albtraum.
Der Eingriff in die Steuerhoheit der Kantone und den Föderalismus ist bei Ihnen leider auch vergessen gegangen. Meines Erachtens ein wichtiger Grund dafür, dass die Schweiz international noch immer so gut dasteht.
David Huber, Wilen
Präsident Jungfreisinnige Schwyz


