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Nein zur Re-Regulierung!
Leserbrief vom 31. März 2011
Nein zur Re-Regulierung
Nachdem vor vier Jahren, nach einem zehnjährigen (!) Verfahren die Buchpreisbindung endlich abgeschafft wurde, konnten sich Konsumenten endlich über tiefere Buchpreise und Händler über flexiblere Strukturen freuen. Und siehe da, allen Unkenrufen zum Trotz gab es kein Sterben der Buchhändler und auch die Qualität hat nicht gelitten, wobei gerade diese stark vom Geschmack abhängig ist und mir bisher noch keine eingängige Definition von einem hochstehenden Buch bekannt ist.
Und trotzdem hat das Parlament - allen voran die SP - vorletzte Woche die Wiedereinführung beschlossen, und möchte die nicht definierbare höhere Literatur stützen. Die SP, welche sich sonst so gerne als Konsumentenschützerin ausgibt, hat uns Lesern einen Bärendienst erwiesen.
Dass mit der Wiedereinführung der Buchpreisbindung auch der Onlinehandel eingeschlossen wird, zeigt, wie fernab der Realität teilweise politisiert wird. Es ist mit vertretbarem Aufwand nicht möglich, Preise von per Internet bestellten Büchern (beispielsweise aus Deutschland) zu prüfen. Geschweige denn den in den nächsten Jahren stark wachsende Markt von E-Books. Dank dem Referendum der Jungfreisinnigen haben wir die Möglichkeit, das Gesetz so schnell wieder zu entsorgen, wie es gekommen ist. Nutzen wir die Gelegenheit, unterschreiben jetzt das Referendum und sagen Nein zur weiteren Schröpfung der Konsumenten!
David Huber, Wilen
Präsident Jungfreisinnige Schwyz


